Bio, Ökolandbau & Umwelt

Ökologischer Landbau
Mehr Bio in MV – Potenzial öffentlicher Verpflegung nutzen

Bio-Gemüse

Mecklenburg-Vorpommern will mehr Bio im Land. Im Bereich der Kantinenverpflegung ist noch Luft nach oben.

Bild: Pixabay

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus nahm auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft der ökologischen Anbauverbände Mecklenburg-Vorpommern an deren diesjähriger Sommerreise teil.

Die Reise zu Betrieben des ökologischen Landbaus und der Rostocker Uni-Mensa Süd stand unter der Überschrift „Mehr Bio in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung“.

„Mecklenburg-Vorpommern ist in Sachen Ökolandbau ganz weit vorn. Um auf diesem erfolgreichen Kurs zu bleiben, ist die Erschließung neuer Absatzmärkte besonders wichtig“, betonte der Minister. Dabei sei die bio-regionale Verpflegung in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung ein wichtiger Baustein.

„Angesichts von 7,5 Millionen Gästen mit fast 30 Millionen gebuchten Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2017 sehe ich aber auch in der Gastronomie deutlich mehr Potenzial für den Absatz von regionalen und saisonalen Bio-Produkten“, so der Minister.

Klare Strategie des Landwirtschaftsministeriums ist daher vor allem eine stärkere Vernetzung auf der Angebotsseite. „Hierfür müssen schnellstmöglich Lösungsvorschläge auf den Tisch. Ich denke da zum Beispiel an die Zusammenstellung von Bio-Angebotspaketen für die Gastronomen und Kantinenbetreiber im Land“, sagte der Minister.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt den Aufbau eines solchen „Netzwerkes Ökologischer Landbau“ in den Teilnetzwerken Ackerbau, Tierhaltung, Gartenbau sowie Verarbeitung und Gastronomie im Zeitraum von Oktober 2016 bis Oktober 2019 mit über 550.000 Euro. Um auch auf der Nachfrageseite weiter voranzukommen, erarbeitet das Ministerium zudem einen Leitfaden, wie Gastronomen und Kantinenbetreiber Bioprodukte zukünftig noch gezielter verwenden und bewerben können.

„Unser erklärtes Ziel ist es, sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite ein schlüssiges Konzept vorlegen“, bekräftigte Backhaus. Dies gehe jedoch nicht ohne die aktive Mitgestaltung der Ökobranche.

“Ich bin sicher, dass wir den Anteil der ökologisch produzierenden Landwirtschaftsbetriebe erhöhen können, wenn diese Betriebe den Absatz ihrer kostenintensiven Bioprodukte gesichert sehen.“ Der Minister forderte die ökologischen Anbauverbände mit ihren Vermarktungseinrichtungen daher auf, sich noch stärker in die Vermarktung ökologischer Erzeugnisse einzubringen.

Gleichzeitig sei aber auch die Beratung und Unterstützung von Landwirtschaftsbetrieben wichtig, die auf die ökologische Wirtschaftsweise umstellen wollen. „Auch da sehe ich die Anbauverbände noch stärker in der Pflicht“, so der Minister. Beratungen zu Fragen des ökologischen Landbaus werden immerhin zu 90 Prozent gefördert.

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV