Ernährungswirtschaft

Deutschland, wie es isst
Klöckner präsentiert den Ernährungsreport 2019

Bundesministerin Julia Klöckner

Julia Klöckner stellt den Bundesernährungsreport 2019 der Öffentlichkeit vor.

Bild: BMEL / Screenshot von der PK Live-Übertragung

Bundesministerin Julia Klöckner: „Verbraucher wollen differenzierte Information und Orientierung. Sie achten auf bewusste und gesunde Ernährung, die schmecken muss.“ Ist das so? Aufschluss gibt der neue Ernährungsreport.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat heute in Berlin den Ernährungsreport 2019 vorgestellt.

Mit dieser jährlichen, repräsentativen Umfrage unter 1.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern werden Vorlieben, Ess- und Einkaufsgewohnheiten erfrag. Der Report liefert eine wichtige Datengrundlage für die Ministerin.

"Er zeigt auf, was bei uns auf den Tisch kommt, was den Bürgerinnen und Bürgern bei Lebensmitteln und Ernährung wichtig ist, wie sich Prioritäten im Laufe der Zeit gegebenenfalls ändern, welche Rolle Preise und Kalorien spielen," so Klöckner.

Lecker und gesund soll unser Essen sein, so der Haupterkenntnis. "Neun von zehn Verbrauchern ist gesundes Essen wichtig. Und so gut wie allen – 99 Prozent – muss das Essen schmecken,“ so das Résumé der Ministerin.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass sich eine große Mehrheit immer bewusster ernährt: "Als Staat sollten wir keine Produktrezepte vorschreiben, die im Alltag zu Ladenhütern werden," gibt Julia Klöckner zu bedenken.

Die genannten Zahlen geben der Ministerin die Bestätigung, dass "wir hinsichtlich unseres grundsätzlichen Ansatzes und der bereits ergriffenen Maßnahmen im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz den richtigen Weg eingeschlagen haben."

Insbesondere in den Maßnahmen des Ministeriums zusammen mit der Industrie den Zuckergehalt in den angebotenen Lebensmitteln zu reduzieren sieht sich Julia Klöckner bestätigt.

"Mein Ministerium fördert ein Projekt, das aus der Zuckerrübe kalorienarmen Zucker gewinnt,“ erklärt Klöckner. 

Verbraucher für mehr Tierwohl und Informationen auf den Verpackungen

"81 Prozent der Befragten befürworten ein offizielles Siegel, das sicherstellt, dass Nutztiere besser gehalten werden als gesetzlich vorgeschrieben ist," so die Ministerin in Hinblick auf das von ihr gewünschte freiwillige staatliche Tierwohllabel.

Deutlich gestiegen im Vergleich zum Vorjahr ist zudem die Zahl der Befragten, die es wichtig oder sehr wichtig finden, Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen vorzufinden. "Den Verbrauchern geht es also auch um transparente und differenzierte Informationen, nicht nur um eine grafische Simplifizierung," so Klöckner weiter.

"Schließlich bekräftigt der Report unsere Maßnahmen zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung," erklärt die Bundesministerin.

84 Prozent sehen die Reduzierung des Lebensmittelabfalls als einen geeigneten Weg an, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. 44 Prozent sprechen sich in diesem Zusammenhang zudem für eine Steigerung der Produktivität der Landwirtschaft aus. "Das verdeutlicht, dass die Bevölkerung für diesen Zielkonflikt ein immer stärkeres Bewusstsein entwickelt,“ sagt die Ministerin abschließend.