Messen und Veranstaltungen

Messe EuroTier öffnet in wenigen Tagen die Tore
Für Niedersachsen stehen neue Haltungskonzepte im Mittelpunkt der EuroTier

EuroTier 2018

EuroTier 2018: Neue Haltungskonzepte sind zentrales Thema am Gemeinschaftsstand der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und des Verbands der Landwirtschaftskammern (Halle 26, Stand E 29).

Bild: Wolfgang Ehrecke

Tierfreundlich, umweltgerecht, klimaschonend, verbraucherorientiert und zugleich wettbewerbsfähig sollen Haltungssysteme der Zukunft sein. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist bereits intensiv mit all diesen Aspekten befasst.

Auf der in wenigen Tagen beginnenden Messe EuroTier in Hannover präsentieren die Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsern dem Publikum den aktuellen Stand bei Forschung und Praxiserfahrungen neuer Haltungskonzeptionen. 

Die Kammerexperten geben auf der EuroTier am Gemeinschaftsstand der LWK und des Verbands der Landwirtschaftskammern (VLK) in Halle 26 ausführlich Auskunft über die Pläne für eine zukunftsfähige Schweinehaltung in Deutschland. 

Wertvolle Erfahrungen sammelt die LWK bereits seit 2016 im interdisziplinären Projekt InnoPig, in dem an den Standorten Wehnen bei Oldenburg und Futterkamp (Schleswig-Holstein) der Einfluss verschiedener Abferkel- und Aufzuchtsysteme auf Tierwohl, Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit in der Schweinehaltung untersucht wird.

Ausdrucksstarke Bilder der Versuchsarbeit liefert auf der EuroTier ein extra für die Messe überarbeitetes Video.

Zusätzlich sind die Schweine-Fachleute aus Niedersachsen als Experten auf der Sonderschau im DLG-Forum Schwein (Halle 16, Stand C26) im Einsatz.

Dort wie auch am Kammerstand ist das „Gesamtbetriebliche Haltungskonzept Schwein“, das von der Arbeitsgemeinschaft der Landesanstalten und Landesämter für Landwirtschaft sowie vom VLK erarbeitet wurde, übrigens als Broschüre erhältlich.

Auch beim Geflügel sind neue Haltungskonzepte in Arbeit. Auf der Messe werden die Auswirkungen einer proteinreduzierten Fütterung bei Masthähnchen auf Stickstoff-Ausscheidung, biologische Leistungen und dessen Einfluss auf wertvolle Fleischanteile modellhaft dargestellt.

Die Ergebnisse stammen aus einem gemeinschaftlicher Versuch der Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Es wurden ein Wissenstransfer für die Praxis sowie Beratungsempfehlungen für die neue Düngeverordnung abgeleitet. 

Mit einem lebensgroßen Kuhmodell bringt die Kammer Rinderhalter auf den neuesten Wissensstand, was die Zukunft im Stall angeht.

Beim Projekt „IndiKuh – Bewertung der Tiergerechtheit in der Milchviehhaltung“ geht es darum, nutzbare Indikatoren im Bereich Stoffwechsel und Fütterung zu finden. Ziel ist, Stoffwechsel- und Pansenfunktionsstörungen bei Milchkühen frühzeitig zu verhindern.

Das Seh- und Hörvermögen einer Milchkuh exakt nachvollziehen können Besucher des Gemeinschaftsstandes, wenn sie sich die „Kuhbrille“ aufsetzen. Diese Virtual-Reality-Brille wurde im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) der LWK in Echem entwickelt und soll in der Praxis dabei helfen, Rückschlüsse auf den Umgang mit den Tieren oder auf die Gestaltung von Haltungseinrichtungen, Melk- und Klauenpflegetechnik sowie Beleuchtung zu ziehen.

Aus dem Schwerpunktthema der EuroTier 2018, „Digital Animal Farming –  Management, Tiergesundheit, Transparenz“ resultieren auch in der Aus- und Fortbildung neue Anforderungen.

Die Ausbildungsberater der LWK liefern dazu erste Antworten. Dass es Ergebnisse bis in letzte Detail liefern kann, zeigt das zur LWK gehörende Laboranalytikunternehmen LUFA Nordwest.

Während der Messetage stehen überdies Fachleute für ökologische Tierhaltung für Gespräche bereit. Ihre Kollegen des Fachbereichs Energie, Bauen und Technik geben derweil Auskunft zum Nährstoffausnutzungsgrad von Düngern und erläutern die Feinheiten der Gülleseparierung anhand einer meterhohen „Güllesäule“.

Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen