Verbraucher

Gesunde Lebensmittel
Schulprogramm: Niedersachen will Kinder für Obst, Gemüse und Milch begeistern

Pausensnack

Gesundes Essen kann man lernen, umso wichtiger ist es, damit in der Schule anzufangen.

Bild: sonne-fleckl / Fotolia.com

Damit die Kinder frisches Obst, Gemüse und Milch genießen können, stellt Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast vier Millionen Euro aus EU-Mitteln und aus dem Landeshaushalt für das kommende Schuljahr zur Verfügung.

Niedersachsen geht mit dem beliebten EU-Schulprogramm in die nächste Runde. Weit über 800 Schulen und 400 Kindertageseinrichtungen nehmen vom Sommer 2018 bis zum Sommer 2019 wieder am Schulprogramm teil. 

„Das Geld ist sinnvoll investiert. Das Fundament für eine gesunde Ernährung wird so bei den Jüngsten gelegt ", sagte Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. Neben Obst und Gemüse können in Niedersachsen Schulen und Kindertagesstätten jetzt zum zweiten Mal auch kostenlos Milch aus diesem Förderprogramm beziehen.

Kinder in Schulkindergärten, Grundschulen in den Klassen 1 bis 4, Förderschulen und Landesbildungszentren in den Klassen 1 bis 6 und Kindertagesstätten sind Adressaten. Während Schülerinnen und Schüler wöchentlich drei Portionen von bis zu 100 Gramm Obst und Gemüse erhalten, bekommen teilnehmende Einrichtungen bei der Schulmilch wöchentlich eine Portion von maximal einem Vierteil Liter Milch für jedes Kind.

Alle teilnehmenden Schulen bieten begleitend ernährungspädagogische Maßnahmen an, wie Koch-AG`s, gemeinsame gesunde Schulfrühstücke, der Besuch eines Obst-, Gemüse- oder Milchbauern oder auch Besuche außerschulischer Lernorte, beispielsweise Bauernhöfe.

Das EU-Schulprogramm sei eine runde Sache. Gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen nutzen niedersächsische Obst-, Gemüse- und Milchbauern die Möglichkeit, Kinder für gesunde, heimische Produkte zu begeistern. Das EU-Schulprogramm biete somit eine gelungene Kombination aus Geschmackserlebnis und Wissenstransfer, so die Ministerin.

Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft ab 2019

Gesunde Ernährung ist eine Herzensangelegenheit der Ministerin. Dazu passt auch die von ihr initiierte Einrichtung des „Zentrums Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen" (ZEHN). Agrarministerin Barbara Otte-Kinast gab am Freitag in Nienburg dafür den Startschuss bei einem ersten ganztägigen Netzwerktreffen.

„Hauswirtschaft ist viel mehr als Nährwerttabellen lesen und Suppe kochen", sagte Ministerin Barbara Otte-Kinast, die selbst ausgebildete Hauswirtschaftsleiterin ist. Einerseits würden Grundkenntnisse über eine ökonomische und nachhaltig ausgerichtete Haushaltsführung häufig fehlen. Andererseits nehmen ernährungsbedingte Krankheiten und Privatinsolvenzen zu.

„Wer das ‚Hotel Mama' verlässt, steht oft vor echten Herausforderungen", so Otte-Kinast in Bezug auf die junge Generation. Zusätzlich sieht sie auch einen wachsenden Bedarf bei Senioren, die ohne hauswirtschaftliche Versorgung nicht mehr alleine zurechtkommen.

Das Aufgabenspektrum des neuen ZEHN ist breit: Vom Aufbau eines Wissenspools über die gezielte Verbraucher-Kommunikation bis zur Stärkung des hauswirtschaftlichen Arbeitsmarktes mit Hilfe von Qualifizierungsmaßnahmen. 

Quelle: Nieders. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz