Wald- und Forstwirtschaft

Waldzentrum
Kompetenzzentrum für Wald und Holz wird in Gülzow eingerichtet

Mit einem Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wichtige Bereiche bündeln. Es wird in der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe in Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet.

"Der Wald ist neben den Weltmeeren der wichtigste CO2-Speicher. Er ist Natur und Wirtschaftsfaktor zugleich, denn er sichert rund 1,1 Millionen Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft. Er prägt das Landschaftsbild und ist Heimat für Tiere und Pflanzen," betont Bundesministerin Julia Klöckner die Wichtigkeit der Waldwirtschaft.

"Gleichzeitig ist der Wald ein wichtiger Raum für Erholung und Teil unserer kulturellen Identität. Der Wald ist also ein Multitalent. Mit dem Kompetenzzentrum Wald und Holz bündeln wir die wichtigsten Aufgaben und Kompetenzen in diesem Bereich," sagte die Ministerin und ergänzt: "Der ländliche Raum hat bei mir eine Heimat – ich will ihn stärken. Mit dieser Entscheidung, das Kompetenzzentrum in Mecklenburg-Vorpommern einzurichten, schaffen wir hochqualifizierte Arbeitsplätze im ländlichen Raum bewusst in Ostdeutschland und setzen damit die im Koalitionsvertrag vereinbarte Dezentralisierungsstrategie um."

Das neue Kompetenzzentrum soll Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Bundes im Bereich Wald und Holz bündeln und für die Fach- und Verbraucherinformation zum Thema zuständig sein. In Kürze will die Ministerin auch einen Waldbeauftragten ernennen.

„Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz stellen einen wichtigen Beitrag für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wertschöpfung dar, sowohl in Deutschland als auch international. Ich freue mich, dass sich mit dem Kompetenzzentrum nun eine weitere wichtige Einrichtung des Bundes in Mecklenburg-Vorpommern ansiedelt und damit das Land als ernstzunehmenden Wissenschafts- und Forschungsstandort unterstreicht“, kommentierte Minister Backhaus die Entscheidung. 

Neben zusätzlichen Arbeitsplätzen im ländlichen Raum verbindet Backhaus mit der Entscheidung nicht zuletzt auch die Erwartung auf Synergieeffekte mit den bereits in Mecklenburg-Vorpommern ansässigen Unternehmen der Branche. Mecklenburg-Vorpommern gehört mit einem Anteil von rund 24 Prozent zwar nicht zu den waldreichsten Bundesländern, ist aber mit dem Holzcluster Wismar einer der wichtigsten Standorte der holzverarbeitenden Industrie in Europa. 

An die Bundeslandwirtschaftsministerin gerichtet sagte Minister Backhaus: „Ich danke Julia Klöckner sehr für die Auswahl von Gülzow als künftigen Standort. Neben der FNR ist hier auch die meinem Ministerium nachgeordnete Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA) bereits ansässig. Mehr als 60 Mitarbeiter der LFA haben in Gülzow ihren Arbeitsplatz“, fügte Backhaus an.